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Der Landschaftspark Wörlitz – eintauchen in die 250-jährige Geschichte

Der Landschaftspark Wörlitz – eintauchen in die 250-jährige Geschichte

Vor etwas mehr als 250 Jahren wurde mit den Bauarbeiten zum Gartenreich in Wörlitz begonnen. Bis heute zählt der nahe an Dessau gelegene Park zu den schönsten seiner Art in ganz Europa.

Mehr als nur eine Fürstenstadt
Leopold III. Friedrich-Franz von Anhalt-Dessau war es, der seinen Spaten im Jahre 1765 erstmals in das Wörlitzer Land stach. Mit einem Lebensalter von gerade einmal 25 Jahren plante der junge Fürst hier Großes. So sah er Wörlitz nicht alleine als Stadt seiner Residenz an. Vielmehr wollte er eine Parklandschaft errichten, die sich mit den Vorbildern in London und Paris vergleichen lassen konnte. Inklusive aller Erweiterungen wurden die Gärten bis zum Jahr 1813 – und somit nur wenige Jahre vor dem Tod des Fürsten – fertiggestellt. Für rund eine Million Besucher pro Jahr hat der Park bis heute nichts von seiner Faszination verloren.

Natürliche Gärten nach englischem Vorbild
Das Gartenreich Wörlitz hebt sich von vielen Landschaftsparks ab. Das mag vor allem daran liegen, dass hier der Einfluss des Menschen auf ein möglichst geringes Maß reduziert wurde. So lassen sich kaum angelegte Beete und begradigte Wege finden. Auch ein reiches Meer an Blumen dürfte bestenfalls eine Ausnahme sein. Bei der Planung des Parks wurde bewusst eine Abkehr von den französischen Gärten und ihrer strengen Architektur gesucht – die Lösung wurde in den englischen Gärten des 17. und 18. Jahrhunderts gefunden. Ihr Reiz besteht vornehmlich im natürlichen und saisonalen Wuchs der Pflanzen.

Gartenkunst auf höchstem Niveau
Und doch lassen sich hier gerade im Sommer zahlreiche Blüten finden. So etwa auf der sogenannten Roseninsel, die eigens für die Gattin des Fürsten angelegt wurde und die heute auf dem Wasserweg nur über eine Gondel erreicht werden kann. Daneben bietet die Landschaft großzügige Sichtachsen, ebenso aber beschauliche Rückzugsorte für ein angenehmes Gespräch. Das heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Gelände besitzt zudem nur wenige künstlich errichtete Schranken. Meist sind es Gewässer, Baumreihen und vorhandene Wege, die eine natürliche Begrenzung darstellen. Somit finden auch immer wieder Rehe und Hirsche eine Möglichkeit, sich auf den saftigen Wiesen den Besuchern zu präsentieren.

Die Bauwerke als Highlight
Besucher mit einer Vorliebe für die Architektur werden einen Aufenthalt im Landschaftspark Wörlitz übrigens besonders zu schätzen wissen. Immerhin lassen sich hier von Pferdeställen über Kapellen bis hin zum Kirchhaus erneut zahlreiche Einflüsse der englischen Baukunst finden. Als herausragendes Beispiel darf das Schloss Wörlitz angesehen werden – immerhin der erste dem Klassizismus zuzuordnende Bau, den es in Deutschland jemals gab. Alle Bauwerke gliedern sich harmonisch in die Gartenlandschaft ein und stehen üblicherweise für Besucher offen. Hier kann das zumeist das gut erhaltene Interieur längst vergangener Epochen bestaunt werden, das einen guten Einblick in das Leben der Könige und Fürsten bietet.

Das Volk war willkommen
Die Gärten weisen darüber hinaus eine weitere Besonderheit auf. War es den normalen Bürgern in vielen Städten kaum einmal möglich, einen Fuß in die Parks ihrer Herrscher zu setzen, so wollte Wörlitz ab dem ersten Spatenstich eine Ausnahme darstellen. Insbesondere das Wachstum der Pflanzen sollte durch die Menschen hier studiert werden können. Die Kirche und die Synagoge, die Bibliothek und einige andere der hier errichteten Gebäude waren bereits zu Zeiten der fürstlichen Bewohner begehbar – auch damit wurde der Bildungsauftrag dem Volke gegenüber erfüllt.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt
Zugegeben, gerne würde sich mancher Gast auch heute noch an die langen Tafeln der Herrenhäuser setzen und sich dort zünftig bewirten lassen. So wie etwa im Gasthaus „Zum Eichenkranz“. Das Gebäude diente einst als Treffpunkt für die bessergestellte Gesellschaft. Bereits Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Hölderlin und Karl Friedrich Schinkel saßen hier zu Tisch. Heute ist das Gebäude leider nur noch im Rahmen von Festen und ähnlichen Veranstaltungen begehbar. Hungern müssen die Besucher des Parks dennoch nicht. Diverse Restaurants rund um den Wörlitzer See bieten regionale Speisen zu fairen Preisen an – eine gelungene Stärkung während eines ereignisreichen Tages.

Ganzjährig rund um die Uhr geöffnet
Wer den Landschaftspark Wörlitz besuchen möchte, muss sich übrigens nicht einschränken. Das Gelände ist ganzjährig geöffnet und kann eintrittsfrei betreten werden. Ausnahmen davon bilden jedoch die unregelmäßig stattfindenden Events auf dem Areal – darüber hinaus können für Führungen, Gondelfahrten und Gruppenbesuche geringe Preise erhoben werden. Für eine ausreichende Zahl an Parkplätzen rund um die Gärten wurde in den vergangenen Jahren gesorgt. An Sonn-, Ferien- und Feiertagen wird dennoch die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Shuttlebusse fahren in regelmäßigen Abständen vom Bahnhof Dessau ab und bringen die Parkbesucher nach ihrem Ausflug auch gerne wieder dorthin zurück.

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