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Hyde Park: Londons grünes Markenzeichen

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Hyde Park: Londons grünes Markenzeichen

Als öffentliche Grünanlage im Herzen Londons erfreut der Hyde Park als größte königliche Parkanlage der britischen Hauptstadt Einwohner wie Besucher. Der weltbekannte Park teilt sich am gewundenen Serpentine Lake in zwei Hälften. Seinen Namen erbte das bald 1,5 Quadratkilometer große Gelände von einem uralten Herrenhaus, dem Hyde Manor.

Schon im Jahre 1000 fand sich "Hyde Park" schriftlich, doch erst 536 Jahre später griff sich Heinrich VIII. das großzügig bemessene Gelände und zäunte es ein. Rasch diente die Anlage dann vergnügten Hofjagden, zuletzt 1768. Der im Volke recht unbeliebte James I. öffnete den schönen Park der Öffentlichkeit in der Hoffnung auf erhöhte Wertschätzung seiner Person. Besondere Tage für die Königsfamilie, etwa gewisse Geburtstage, hören Parkbesucher als dortige Salutschüsse. Deren protokollabhängige Zahl identifiziert das genaue Ereignis.

Die südöstliche Hyde Park Corner bietet den betörenden Rosengarten mit dem zauberhaften "Boy and Dolphin Fountain" und dem eleganten Artemis Fountain. Dort beeindruckt auch der massige Wellington Arch als Triumphbogen für Arthur Wellesley, den Ersten Duke of Wellington und Sieger der bekannten Schlacht bei Waterloo. Den gefälligen Eingang zur Corner entwarf Decimus Burton, ein renommierter englischer Landschaftsarchitekt. Hinter dem Wellington-Bogen lädt der Green Park zum ruhigen Verweilen ein.

Im mehr als 11 Hektar messenden Serpentine-See schwimmen und rudern Wasserfreunde und lizenzierte Fischer versuchen dort ihr Anglerglück. Pferdeliebhaber genießen ihre Runden auf der parkeigenen Reitbahn, während zahme Spatzen und Eichhörnchen allen Passanten aus der Hand fressen.

Dem in England seit über 700 Jahren ansässigen Bowling gehen sportliche Naturen in einer entsprechenden Anlage nach. Die Olympischen Sommerspiele von 2012 nutzten den Park zum Freiwasserschwimmen und Triathlon. Ziel- bzw. Startbereiche fassten dazu etwa 3.000 Zuschauer. Anschließend ersetzten einige Hektar frischer Rasenfläche die abgenutzten Bereiche. Derart ausgedehnte Rasenareale verführen zum entspannten Picknicken, Sonnenbaden und Dösen. Der Hyde Park bietet in jedem Sommer zudem vielen Pop- und Rockkünstlern eine etablierte Bühne für unvergessliche Konzerte, etwa einem Live-8-Ereignis mit 200.000 Besuchern.

Seit 1851 regeln offizielle Vorschriften den Zugang der Öffentlichkeit zu allen königlichen Gartenanlagen. Nahezu laufend passen sich diese Regularien ortsspezifischen Entwicklungen an. Mangelnder Respekt kostet rasch ein schmerzliches Ordnungsgeld, zum Beispiel das Radfahren außerhalb entsprechend gekennzeichneter Flächen. Andererseits zeigt sich das Regelwerk erstaunlich liberal: Im äußersten Nordosten des Hyde Park dürfen beliebige Personen zu jedem Zeitpunkt Reden halten. In dieser "Speakers' Corner" lässt sich zu jedem Thema außer der königlichen Familie reden.

Den ausgedehnten Park fahren U-Bahnen im Südosten und Norden an. Viele Buslinien bedienen alle Parkseiten bis auf den Westen. Fahrradfans nutzen außerdem etliche Zweiradrouten im Park.

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